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6 Min. LesezeitVon Onravetoni

Empfehlungsmarketing für kleine Unternehmen: mehr Weiterempfehlungen, rechtssicher umgesetzt

Empfehlungen sind die günstigste und vertrauenswürdigste Quelle für Neukunden, doch in den meisten kleinen Unternehmen entstehen sie zufällig. Ein Empfehlungsprogramm macht daraus einen Ablauf: im richtigen Moment fragen, das Weitergeben leicht machen, fair belohnen und sehen, welche Kunden andere mitbringen.

Im Moment der Zufriedenheit fragen

Der beste Zeitpunkt ist direkt nach einem sichtbaren Erfolg: ein abgeschlossenes Projekt, ein gelungener Aufenthalt, ein gelöstes Problem. Ein Hotel fragt beim Check-out, wenn der Gast den Aufenthalt lobt; ein Handwerker bei der Übergabe des fertigen Bads. Fragen Sie persönlich und schicken Sie danach eine kurze Nachricht mit einem Link zum Weiterleiten.

Prämien, die passen

Die Prämie sollte zum Wert eines Neukunden passen und sich für beide Seiten fair anfühlen. Übliche Varianten:

  • Rabatt oder Gutschrift für den Empfehlenden und den Neukunden.
  • Ein kleines Geschenk oder Upgrade, etwa ein Dessert oder ein später Check-out.
  • Eine Spende an einen Zweck, den der Kunde wählt.
  • Im B2B-Geschäft: eine schriftlich vereinbarte Provision.

Jede Empfehlung erfassen

Geben Sie jedem Empfehlenden einen persönlichen Code oder Link und erfassen Sie die Quelle jedes Neukunden im CRM. So wissen Sie, wer Sie empfiehlt, können sich bedanken und Prämien zuverlässig auszahlen. Ohne Erfassung schlafen Programme nach wenigen Wochen ein.

Empfehlungs-E-Mails und Bewertungen: die Regeln

Eine „Weiterempfehlen“-Funktion, die von Ihrer Website aus E-Mails an Freunde verschickt, gilt in Deutschland als Werbung Ihres Unternehmens und braucht die Einwilligung des Empfängers; so hat der Bundesgerichtshof 2013 entschieden. Lassen Sie Kunden stattdessen selbst einen Link weiterleiten. Koppeln Sie Prämien nicht an positive Bewertungen: Gekaufte Bewertungen täuschen Verbraucher und verstoßen gegen die Regeln der Plattformen.

Steuern und Kosten

Bei Privatkunden können Empfehlungsprämien zu den sonstigen Einkünften zählen; steuerfrei bleiben sie, solange solche Einkünfte unter 256 € im Jahr liegen (§ 22 Nr. 3 EStG). Geschäftspartner verbuchen Provisionen als Einnahmen. Wir richten Empfehlungscodes, Erfassung und automatische Dankesnachrichten in Ihrem CRM ein; beschreiben Sie Ihren Ablauf, und Sie erhalten einen Festpreis.

Häufige Fragen

Wie hoch sollte eine Empfehlungsprämie sein?
Hoch genug, um wahrgenommen zu werden, niedrig genug, um rentabel zu bleiben. Rechnen Sie aus, was ein Neukunde im ersten Jahr einbringt, und setzen Sie einen Bruchteil davon ein.
Darf ich Kunden für Google-Bewertungen belohnen?
Nein. Google verbietet Bewertungen gegen Gegenleistung, und in Deutschland können sie irreführende Werbung sein. Bitten Sie ohne Prämie um ehrliche Bewertungen.
Funktioniert Empfehlungsmarketing im B2B?
Ja, oft eher mit Partnern als mit Kunden: Steuerkanzleien, Agenturen oder Lieferanten, die Sie gegen eine vertraglich vereinbarte Provision empfehlen.

Quellen

Erzählen Sie uns, wie Kunden Sie heute finden und was ein Neukunde wert ist. Wir schlagen einen Empfehlungsablauf vor und automatisieren die Erfassung.

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