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6 Min. LesezeitVon Onravetoni

Digitale Speisekarte mit QR-Code: Was sie bringt und was Pflicht bleibt

Viele Restaurants haben während der Pandemie QR-Codes auf die Tische geklebt und dahinter ein PDF der Speisekarte gelegt. Das war schnell gemacht, ist aber selten gut: Das PDF ist auf dem Smartphone schwer lesbar, oft veraltet und für Suchmaschinen kaum nutzbar. Dieser Artikel zeigt, wie eine digitale Speisekarte richtig funktioniert und welche gedruckten Pflichten trotzdem bleiben.

Was eine digitale Karte bringt

Gut umgesetzt hat die digitale Karte echte Vorteile:

  • Preise und Gerichte sind sofort geändert, ohne neuen Druck.
  • Tageskarte, ausverkaufte Gerichte und saisonale Angebote sind immer aktuell.
  • Fotos, Allergene und Zusatzstoffe lassen sich je Gericht hinterlegen.
  • Mehrere Sprachen für Touristen ohne zusätzliche Karten.
  • Dieselbe Karte erscheint auf der Website und kann in der Suche gefunden werden.

Was Pflicht bleibt: das Preisverzeichnis

§ 13 PAngV verlangt, dass Gaststätten die Preise für Speisen und Getränke in einem Preisverzeichnis angeben. Dieses muss gut lesbar angebracht, auf den Tischen ausgelegt oder jedem Gast vor der Bestellung vorgelegt werden. Zusätzlich muss neben dem Eingang ein Preisverzeichnis mit den wesentlichen Speisen und Getränken hängen.

Ein QR-Code allein erfüllt diese Pflichten nicht sicher, denn nicht jeder Gast hat ein Smartphone dabei oder will es nutzen. Halten Sie deshalb eine gedruckte Karte bereit und hängen Sie den Aushang am Eingang weiter aus. Die digitale Karte ergänzt, sie ersetzt nicht.

Webseite statt PDF

Legen Sie die Karte als normale, mobil optimierte Webseite an statt als PDF. Sie lädt schneller, passt sich der Bildschirmgröße an, lässt sich vergrößern und mit Vorlesefunktionen nutzen. Suchmaschinen verstehen die Gerichte und Preise und können Ihr Restaurant für Suchen wie „Schnitzel“ oder „vegane Bowl“ in Ihrer Stadt zeigen.

Achten Sie auf Lesbarkeit: ausreichend große Schrift, guter Kontrast, keine Schrift auf Fotos. Das hilft allen Gästen, nicht nur Menschen mit Sehbeeinträchtigung.

Allergene, Bestellen am Tisch und Kosten

Kennzeichnen Sie Allergene je Gericht. Für die Bedienung vor Ort dürfen sie auch mündlich gegeben werden, wenn eine schriftliche Dokumentation vorliegt; in der digitalen Karte sind sie für Gäste am bequemsten. Wenn Gäste über die Karte auch bestellen und bezahlen sollen, wird daraus ein Bestellsystem mit Kassenanbindung, das mehr Aufwand braucht.

Eine digitale Speisekarte als Teil Ihrer Website, die das Team selbst pflegt, mit QR-Codes für die Tische, richten wir im Rahmen einer Restaurant-Website ab 1.800 € ein.

Häufige Fragen

Darf ich die gedruckte Speisekarte ganz abschaffen?
Riskant. § 13 PAngV verlangt ein Preisverzeichnis, das jedem Gast zugänglich ist, und einen Aushang am Eingang. Halten Sie zumindest gedruckte Karten auf Nachfrage bereit.
Was kostet eine digitale Speisekarte?
Als Teil der Website kostet sie keine laufenden Gebühren. Spezialisierte Anbieter rechnen meist monatlich ab, teils mit Bestellfunktion.
Können wir Preise und Tagesgerichte selbst ändern?
Ja, im Redaktionsbereich, auch vom Smartphone. Änderungen sind sofort auf allen QR-Codes sichtbar.

Quellen

Schicken Sie uns Ihre aktuelle Speisekarte. Wir zeigen, wie sie als digitale Karte auf der Website aussieht, und nennen einen Festpreis.

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