Zahlungsarten und Zahlungsanbieter für Onlineshops in Deutschland
Fehlt im Checkout die Zahlungsart, die ein Kunde gewohnt ist, bricht er oft ab. In Deutschland sind die Gewohnheiten besonders: PayPal und Kauf auf Rechnung sind stark, Karten wichtiger als früher, Vorkasse wird seltener. Dieser Artikel zeigt, welche Zahlungsarten ein Shop anbieten sollte, wie Sie Anbieter vergleichen und welche rechtlichen Regeln für Gebühren gelten.
Welche Zahlungsarten deutsche Kunden erwarten
Eine solide Grundausstattung für einen B2C-Shop:
- PayPal: weit verbreitet und für viele Kunden ein Vertrauenssignal.
- Kauf auf Rechnung, oft über Anbieter wie Klarna oder andere, die das Ausfallrisiko übernehmen.
- Kredit- und Debitkarten, inklusive Apple Pay und Google Pay auf dem Smartphone.
- SEPA-Lastschrift für Stammkunden und Abos.
- Vorkasse per Überweisung als günstige Option, aber mit Verzögerung beim Versand.
giropay ist Geschichte
Das deutsche Bankenverfahren giropay wurde zum 31. Dezember 2024 eingestellt. Wer es noch im Checkout oder in Texten erwähnt, sollte es entfernen. Als europäischer Nachfolger wird Wero schrittweise eingeführt; prüfen Sie, ob Ihr Zahlungsanbieter es unterstützt und ob Ihre Kunden es nutzen, bevor Sie es prominent anbieten.
Anbieter vergleichen
Sie können jede Zahlungsart einzeln anbinden oder einen Zahlungsdienstleister nutzen, der viele Methoden bündelt, etwa Stripe, Mollie, Adyen oder die Payment-Lösung Ihres Shopsystems. Vergleichen Sie Gebühren pro Transaktion je Zahlungsart, Fixkosten, Auszahlungsrhythmus, Umgang mit Rückbuchungen, Anbindung an Ihr Shopsystem und Ihre Buchhaltung sowie die Verfügbarkeit im Ausland.
Starke Kundenauthentifizierung nach der Zahlungsdiensterichtlinie ist bei Kartenzahlungen Standard; ein guter Anbieter wickelt sie so ab, dass der Checkout trotzdem kurz bleibt.
Keine Aufschläge auf Standardzahlungsarten
Nach § 270a BGB ist eine Vereinbarung unwirksam, nach der Kunden für SEPA-Überweisung, SEPA-Lastschrift oder für gängige Zahlungskarten bei Verbrauchern ein zusätzliches Entgelt zahlen. Kalkulieren Sie Zahlungsgebühren deshalb in Ihre Preise ein, statt sie im Checkout aufzuschlagen. Die Einrichtung der Zahlungsarten mit Test aller Wege ist Teil unserer Shop-Projekte ab 4.000 €.
Häufige Fragen
- Muss ich Kauf auf Rechnung anbieten?
- Nein, aber viele Kunden in Deutschland erwarten es. Mit einem Anbieter, der das Ausfallrisiko übernimmt, tragen Sie kein Zahlungsrisiko, zahlen aber höhere Gebühren.
- Darf ich für PayPal einen Aufschlag nehmen?
- § 270a BGB nennt SEPA-Überweisung, SEPA-Lastschrift und Zahlungskarten. Für andere Verfahren ist die Lage weniger eindeutig; einfacher und kundenfreundlicher ist es, Gebühren in die Preise einzurechnen.
- Wie viele Zahlungsarten sind sinnvoll?
- Genug, damit die große Mehrheit Ihrer Kunden ihre gewohnte Methode findet, meist vier bis sechs. Zu viele Optionen machen den Checkout unübersichtlich.
Quellen
Nennen Sie uns Ihr Shopsystem, Ihre Kunden und die Länder, in die Sie verkaufen. Wir empfehlen passende Zahlungsarten und richten sie ein.
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