Break-even berechnen: wie viel Sie verkaufen müssen, um Ihre Kosten zu decken
Der Break-even-Punkt zeigt, wie viel Sie verkaufen müssen, bevor Sie etwas verdienen. Er beantwortet praktische Fragen: Lohnt sich der neue Standort, können wir uns eine weitere Stelle leisten, wie weit darf ein Rabatt gehen? Die Rechnung ist einfach, sobald die Kosten richtig sortiert sind.
Fixe und variable Kosten
Fixkosten fallen unabhängig vom Umsatz an: Miete, Gehälter, Versicherungen, Software, Kreditraten. Variable Kosten wachsen mit jedem Verkauf: Waren, Verpackung, Zahlungsgebühren, Provisionen. Manche Kosten sind gemischt; das Personal im Restaurant etwa ist teils fix und teils von der Auslastung abhängig. Ordnen Sie sie so realistisch wie möglich zu.
Deckungsbeitrag und Formel
Der Deckungsbeitrag ist der Preis abzüglich der variablen Kosten je Einheit. Break-even-Menge = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag je Einheit. Wenn Sie viele verschiedene Produkte verkaufen, rechnen Sie stattdessen mit der durchschnittlichen Deckungsbeitragsquote: Break-even-Umsatz = Fixkosten ÷ Deckungsbeitragsquote.
Beispiel: ein Restaurant
Ein Restaurant mit monatlichen Fixkosten von 18.000 €:
- Durchschnittlicher Bon pro Gast: 32 € netto.
- Variable Kosten (Speisen, Getränke, Zahlungsgebühren): 35 %, also 11,20 €.
- Deckungsbeitrag pro Gast: 20,80 €.
- Break-even: 18.000 € ÷ 20,80 € ≈ 866 Gäste im Monat, rund 34 pro Tag bei 26 Öffnungstagen.
Das Ergebnis nutzen
Vergleichen Sie den Break-even mit der tatsächlichen Kapazität: Bedeuten 34 Gäste pro Tag jeden Abend ein volles Haus, ist das Konzept wackelig. Die Rechnung zeigt auch, was Entscheidungen bewirken: Ein Rabatt von 10 % senkt den Deckungsbeitrag auf 17,60 € und hebt den Break-even auf etwa 1.023 Gäste. Rechnen Sie neu, sobald sich Preise, Miete oder Löhne ändern.
Zahlen automatisch aktuell halten
Einmal im Monat genügen die Zahlen aus Kasse, Buchhaltung und Lohnabrechnung für eine aktualisierte Break-even-Analyse. Wir verbinden diese Quellen mit einem einfachen Dashboard, das Umsatz, Deckungsbeitrag und Abstand zum Break-even zeigt; nennen Sie uns Ihre Systeme, und Sie erhalten einen Festpreis.
Häufige Fragen
- Ist Break-even dasselbe wie Rentabilität?
- Nein. Am Break-even verdienen Sie genau nichts. Sie brauchen zusätzlich einen Puffer für Steuern, Investitionen und Ihr eigenes Einkommen, sofern es nicht schon als Fixkosten enthalten ist.
- Gehört mein eigenes Gehalt hinein?
- Ja, als Fixkosten, auch im Einzelunternehmen. Sonst wirkt das Geschäft nur tragfähig, weil Sie umsonst arbeiten.
- Wie oft sollte ich neu rechnen?
- Mindestens einmal im Jahr und bei jeder größeren Änderung: neuer Standort, neue Preise, neues Personal.
Nennen Sie uns Ihre Kasse, Buchhaltung und Lohnsoftware. Wir bauen ein Dashboard, das Ihnen jeden Monat den Abstand zum Break-even zeigt.
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