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6 Min. LesezeitVon Onravetoni

hreflang-Fehler finden: Warum die falsche Sprachversion in Google erscheint

Ihre deutsche Leistungsseite existiert, aber in der Suche erscheint die englische Version. Das kann an widersprüchlichen Sprachsignalen liegen, muss es aber nicht. Prüfen Sie zunächst eine einzige Seitengruppe vollständig, statt wahllos Sprachcodes zu ändern. Der folgende Ablauf trennt technische Fehler von einem Angebot, das für den Zielmarkt noch nicht überzeugend genug ist.

Eine URL-Matrix statt einer langen Fehlerliste

Wählen Sie eine wichtige Leistung und schreiben Sie ihre tatsächlichen Adressen nebeneinander: Deutsch, Englisch und Ukrainisch. Ergänzen Sie pro Adresse Statuscode, Canonical, hreflang-Ziele, sichtbare Sprache und Ziel des Sprachschalters. Damit wird aus dem Problem einer ganzen Website ein prüfbarer Satz von drei Seiten.

Beispiel für ein eigenes Prüfschema: /de/services/seo-setup, /en/services/seo-setup und /ua/services/seo-setup gehören zusammen. Eine deutsche Kontaktseite gehört nicht in diese Gruppe. Tragen Sie fehlende Übersetzungen als fehlend ein, statt eine beliebige Startseite als Ersatz zu verwenden.

  • Adresse und finaler HTTP-Status nach möglichen Weiterleitungen.
  • Canonical-Ziel und Indexierbarkeit.
  • Sprachcode und zugeordnete alternative URL.
  • Sichtbare Sprache von Haupttext, Titel und Navigation.
  • Zieladresse beim manuellen Sprachwechsel.

Sprachcodes und Rückverweise kontrollieren

Google erwartet bei hreflang gültige Sprachcodes und gegenseitige Verweise zwischen entsprechenden Versionen, einschließlich der jeweiligen Seite selbst. Ukrainisch wird mit uk bezeichnet; das Verzeichnis darf trotzdem /ua/ heißen. Ein Länderkürzel allein ist keine Sprachangabe. x-default kann eine neutrale Auswahl- oder Standardseite kennzeichnen.

Prüfen Sie die Angaben an den tatsächlich ausgelieferten URLs. Häufig entsteht ein Fehler, weil die deutsche Seite bereits eine neue Adresse verwendet, die englische aber noch auf die alte verweist. Nutzen Sie für die Prüfung nicht nur die Einstellung im CMS, sondern auch das ausgelieferte HTML oder die Sitemap.

  • Jede Alternative beschreibt denselben Inhalt in einer anderen Sprache.
  • Die Zuordnung gilt in beide Richtungen.
  • Alte URLs nach einem Relaunch sind aus den Sprachangaben entfernt.
  • HTML und Sitemap widersprechen sich nicht.

Canonical und Sprache getrennt prüfen

Ein Canonical auf die englische Seite kann mit dem Wunsch kollidieren, eine eigenständige deutsche Version indexieren zu lassen. Für übersetzte Seiten empfiehlt Google, einen Canonical in derselben Sprache anzugeben, sofern verfügbar. Kontrollieren Sie deshalb zuerst das Canonical-Ziel, bevor Sie hreflang als alleinige Ursache behandeln.

Prüfen Sie anschließend das Angebot selbst: Ist nur das Menü übersetzt, während Beschreibung und Formular englisch bleiben? Google ermittelt die Seitensprache aus dem Inhalt. Unsere praktische Empfehlung: Lassen Sie die wichtigste Leistungsseite von einer sprachkundigen Person komplett lesen, einschließlich Fehlermeldungen und Bestätigung der Anfrage.

Korrekturen an einer Gruppe abnehmen

Arbeiten Sie eine Gruppe durch und protokollieren Sie die Änderungen. Prüfen Sie danach dieselben Werte erneut und testen Sie den Sprachwechsel auf Mobilgeräten. Erst wenn das Muster stimmt, übertragen Sie es auf weitere Gruppen. So vermeiden Sie, einen falschen Template-Wert auf jede Seite auszurollen.

Die Abnahme sollte konkret sein: richtige Zielseite, keine unerwartete Weiterleitung, passende Sprachangaben und lesbarer Inhalt. Ein grünes Prüfergebnis allein sagt nichts darüber aus, ob ein deutscher Interessent das Angebot versteht und eine Antwort in seiner Sprache erhält.

Die Suchergebnisse anschließend beobachten

Notieren Sie Datum und betroffene Adressen. Vergleichen Sie in Search Console Seiten und Länder getrennt, statt nur den Gesamttraffic der Website anzusehen. Halten Sie zusätzlich fest, ob Anfragen auf der richtigen Sprachversion ankommen. Das ist unser empfohlenes Kontrollschema, keine Zusage einer bestimmten Rankingentwicklung.

Wenn die technischen Werte stimmen, prüfen Sie als Nächstes Suchabsicht, Inhalt und interne Links. hreflang ist keine Garantie dafür, dass Google eine bestimmte Version bei jeder Suche zeigt. Vermeiden Sie tägliche Umbauten ohne neue Befunde: Sonst ist später kaum erkennbar, welche Änderung geholfen hat.

Häufige Fragen

Ist /ua/ als Verzeichnis falsch?
Nein. Der Verzeichnisname und der hreflang-Sprachcode sind unterschiedliche Dinge. Ukrainisch braucht den Sprachcode uk; die Adresse kann weiterhin /ua/ enthalten.
Soll jede Sprachversion auf die englische Seite kanonisieren?
Für eigenständig indexierbare Übersetzungen ist das normalerweise nicht das passende Muster. Prüfen Sie Canonicals in derselben Sprache und behandeln Sie echte Duplikate gesondert.
Soll eine fehlende Übersetzung auf die Startseite verweisen?
Eine andere Startseite ist kein Ersatz für dieselbe Leistungsseite. In unserem Prüfschema bleibt die Übersetzung als fehlend markiert, bis ein entsprechender Inhalt vorliegt.
Kann ein Plugin alle Probleme lösen?
Es kann Angaben erzeugen. Die Zuordnung der Inhalte, korrekte Canonicals und die Qualität der Sprachversionen müssen Sie trotzdem prüfen.

Quellen

Senden Sie uns eine betroffene Seite und ihre Sprachversionen. Wir können die Zuordnung, Canonicals und internen Links prüfen und den Korrekturumfang mit Ihnen festlegen.

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