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6 Min. LesezeitVon Onravetoni

Elektronische Signatur für Verträge: welche Art Sie brauchen und wo Papier Pflicht bleibt

Ausdrucken, unterschreiben, einscannen und zurückschicken kostet Tage und manchmal Aufträge. Elektronische Signaturen beschleunigen das, aber nicht jede Signatur reicht für jedes Dokument. Die EU-Verordnung eIDAS unterscheidet drei Stufen, und das deutsche Recht verlangt für einige Dokumente Papier oder die höchste Stufe.

Drei Stufen der elektronischen Signatur

Eine einfache elektronische Signatur kann ein getippter Name oder ein Klick sein. Eine fortgeschrittene Signatur ist eindeutig dem Unterzeichner zugeordnet und macht spätere Änderungen erkennbar. Eine qualifizierte elektronische Signatur beruht auf einem qualifizierten Zertifikat und hat in der ganzen EU dieselbe Rechtswirkung wie eine handschriftliche Unterschrift (Art. 25 eIDAS).

Die meisten Verträge sind formfrei

In Deutschland lassen sich die meisten Verträge ohne besondere Form schließen, sodass eine einfache oder fortgeschrittene Signatur als Nachweis genügt. Typische Fälle:

  • Angebote und Aufträge für Dienstleistungen, etwa eine Website oder das Catering einer Veranstaltung.
  • Gruppenbuchungen im Hotel und Veranstaltungsverträge mit Unternehmen.
  • Rahmenverträge mit Lieferanten.
  • Geheimhaltungsvereinbarungen.

Wo die Schriftform gilt

Verlangt das Gesetz die Schriftform, ersetzt ein elektronisches Dokument sie nur mit qualifizierter elektronischer Signatur (§ 126a BGB). Für manche Dokumente ist die elektronische Form ganz ausgeschlossen: Die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses etwa muss auf Papier unterschrieben werden (§ 623 BGB). Prüfen Sie im Zweifel das Formerfordernis, bevor Sie ein Werkzeug wählen.

Das richtige Werkzeug

Achten Sie auf Anbieter, die bei Bedarf qualifizierte Signaturen bieten, Daten in der EU speichern, einen Auftragsverarbeitungsvertrag anbieten und protokollieren, wer was wann unterschrieben hat. Die Anbindung an CRM oder Angebotssoftware spart die meiste Zeit.

Den ganzen Ablauf automatisieren

Der eigentliche Gewinn entsteht, wenn die Signatur Teil des Ablaufs ist: Das Angebot wird aus dem CRM erzeugt, zur Unterschrift verschickt, und nach der Unterzeichnung werden Projekt und Rechnung angelegt und das Team informiert. Wir verbinden Signaturwerkzeuge mit CRM, Buchhaltung und Projektverwaltung; beschreiben Sie Ihren heutigen Ablauf, und Sie erhalten einen Festpreis.

Häufige Fragen

Ist ein elektronisch unterschriebener Vertrag rechtsverbindlich?
Ja, solange das Gesetz keine bestimmte Form verlangt. Je höher die Signaturstufe, desto leichter lässt sich nachweisen, wer unterschrieben hat.
Brauchen wir für B2B-Angebote eine qualifizierte Signatur?
Meist nicht. Für die meisten Geschäftsverträge genügt eine einfache oder fortgeschrittene Signatur mit Protokoll.
Können Arbeitsverträge elektronisch unterschrieben werden?
Viele ja, Kündigungen müssen aber auf Papier erfolgen, und für einige Klauseln gelten besondere Formvorschriften. Klären Sie das mit arbeitsrechtlicher Beratung.

Quellen

Erzählen Sie uns, wie Angebote und Verträge heute entstehen und unterschrieben werden. Wir verbinden die Signatur mit Ihrem CRM und den nächsten Schritten.

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